Am Gymnasium Muttenz arbeiten zur Zeit sechs Klassen mit eigenen Geräten im Unterricht, zwei von ihnen, unsere Pilotklassen, seit anderthalb Jahren. Die Lehrpersonen stellen das Unterrichtsmaterial in der Microsoft-Office App Onenote zur Verfügung, und die meisten arbeiten auch im Unterricht damit. Auf den Tischen liegt also kaum noch Papier, sondern allenfalls ein Buch und eben vor allem der Laptop. Als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Bildung erlebe ich dies als Erleichterung beim Vorbereiten und zumeist auch beim Durchführen von Unterricht. Ich kann von überall her auf meine Unterrichtsmaterialien zugreifen, sie aufbereiten und der Klasse austeilen. Die Vorbereitung ist damit wirklich schon fertig. Ich muss nicht mehr daran denken, Arbeitsblätter zu kopieren und mitzunehmen, sondern ich komme ins Zimmer, klappe den Laptop auf und steige in den Unterricht ein. Das funktioniert soweit gut. Die Schüler*innen der „Bring-your-own-device“-Klassen sind es sich gewohnt, so zu arbeiten. Eine erste Evaluation vor einem Jahr mit den beiden Pilotklassen hat denn auch ergeben, dass sie es besonders schätzen, das Material aller Fächer immer griffbereit zu haben.

Zwar sind nicht alle Lehrpersonen und Fächer ähnlich computeraffin, und es ist wohl auch nicht sinnvoll, dass alle Schüler*innen von morgens bis abends am Computer sitzen. Deswegen besteht bei uns auch nicht der Zwang, im Unterricht mit dem Laptop zu arbeiten. Die Schulleitung gibt lediglich vor, dass wir sämtliches Unterrichtsmaterial in Onenote deponieren. Im Unterricht darf aber Papier zum Einsatz kommen. Klar wird man sich überlegen, inwiefern und wo das noch sinnvoll ist, denn die Lernenden können ein mehrseitiges PDF per Stifteingabe auf den Laptops in ähnlicher Manier bearbeiten wie vormals ein Skript auf Papier. Damit dies problemlos machbar ist, haben die aktuellen ersten Klassen die Auflage bekommen, mit einem Gerät im Unterricht zu erscheinen, das die Stifteingabe ermöglicht. Ich persönlich nutze ein iPad. Den Schüler*innen empfehlen wir jedoch eher ein Windows-Gerät, denn das Betriebssystem der iPads, das iPad OS, erlaubt nicht alle Anwendungen, die wir in den verschiedenen Fächern brauchen. Es hat sich auch gezeigt, dass die Office-Anwendungen auf Windows besser ausgestattet sind und besser gepflegt werden als auf den Betriebssystemen Mac OS-X und iOS respektive iPad OS. Da die Informatik Schulen Baselland uns die gesamte Kursstruktur über Office Teams einrichtet und wir (also alle Lernenden und Lehrenden) individuell 1 Terabyte Cloudspeicher auf Onedrive nutzen dürfen, wo wir unser unterrichtsbezogenes Material in der persönlichen Ordnerstruktur deponieren können, sind wir auf ein gutes Funktionieren der Office Apps angewiesen. An sich wäre das eine Lösung, die auf allen Betriebssystemen laufen müsste. Im Alltag jedoch hat sich gezeigt, dass Windows-Geräte dafür am tauglichsten sind. Hinzu kommt, dass die Fachleute von der IT im Support auf Windows am kompetentesten sind und dass eine Stifteingabe auf einem Gerät mit Mac-OS-X-System nur über ein Zusatz-Tablet möglich ist, bei dem man dann nicht direkt auf den Bildschirm schreibt. Das wird so bleiben, solange Apple seinen MacBooks die Stifteingabe vorenthält, weil nur die iPads Touchscreens verbaut haben.

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